Deko mit Effekt: Einfache Blumen modellieren

 

Diese Blumen sind eine äusserst effektvolle Dekoration für alle Fondanttorten (oder was euch sonst dafür einfällt). Und realtiv simpel in der Herstellung. Folgendes Werkzeug benötigt ihr dafür

  • kleiner Silikonausrollstab (im Grunde funktioniert auch ein glattes, normales Wallholz)
  • Schaumstoffmatte zum Modellieren (diese Pads haben in etwa die Konsistenz von Moosgummi, im Notfall könnt ihr die Blüten auch direkt auf der Hand modellieren)
  • Balltool
  • Blütenausstecher (meine habe ich hier gekauft)
  • kleine Tassen oder Schüsseln
  • Pinsel
  • Frischhaltefolie
  • Haushaltspapier

Ausserdem benötigt ihr

  • Blütenpaste (auch Gumpaste) oder Modelliermasse (Fondant und Blütenpaste 1:1 gemischt). Aus purem Fondant würde ich diese Blumen nicht herstellen. Die Blüten brauchen eine gewisse Stabilität und Fondant trocknet nicht so sauber durch.
  • Lebensmittelfarbe nach Belieben
  • Essbarer Kleber (etwas Wasser tut’s im Grunde auch)
  • Dekomaterial nach Belieben

Und dann geht’s los. Als erstes nehmt ihr euch ein Stück Blütenpaste (für fünf Blüten habe ich eine Kugel mit einem Durchmesser von 3 cm benötigt) und knetet sie weich. Dafür reibe ich mir jeweils meine Hände mit etwas Kokosfett ein. So wird die Masse geschmeidig und klebt nicht an den Händen. Ihr könnt auch andere pflanzliche Fette dafür verwenden. Probiert aus, was für euch gut funktioniert. Und lasst mich wissen, welche Erfahrungen ihr macht.

Wenn ihr die Blüten einfärben wollt, dann ist jetzt der Moment. Die einzelnen Blüten können in sich maximal vierfarbig sein, weil wir sie in vier verschiedenen Grössen ausstechen. Aber natürlich könnt ihr ganz verschiedenfarbige Blumen machen. Ich habe mich dafür entschieden, zweifarbige Blüten zu gestalten. Da fällt es auch relativ leicht, den Überblick zu behalten. Verwendet bei den Lebensmittelfarben nicht zu flüssige Produkte, den dadurch verändert sich die Konsistenz der Blütenpaste. Es eignen sich beispielweise die Pastenfarben von Wilton oder Dekoback. Ihr gebt die gewünschte Farbe zu eurer Blütenpaste und knetet die Mischung gut durch. Das dauert seine Zeit, und ja, eure Hände werden dabei ordentlich schmutzig. Wer das verhindern will, trägt Handschuhe.

Danach rollt ihr die Paste aus und stecht die Blüten in den verschiedenen Grössen aus. Deckt den Teil ab, welchen ihr gerade nicht verwendet (z.B. mit Frischhaltefolie). Ansonsten trocknet die Paste zu stark aus. Das gleiche gilt für die Blüten, die ihr schon ausgestochen habt. Meine bestehen aus jeweils vier Teilen, ihr könnt aber auch weniger verwenden.

Mit dem Balltool dünnt ihr die Ränder aus. Und zwar, indem ihr mit dem Ball jeweils halb auf der Blüte, halb auf dem Pad, am Rand entlang fahrt. So werden die Blüten einerseits grösser, andererseits wellt sich der Rand und die Blüte sieht viel natürlicher aus. Um den Effent zu verstärken, rolle ich die Blütenblätter am Rand nach aussen um einen Zahnstocher.

Nun setzt ihr die Blüten zusammen, am besten in einer mit Frischhaltefolie bezogenen Tasse o.ä. Die Folie soll die Tasse nicht  straff abdecken, sondern etwas eingedellt sein. So bekommen die Blumen eine schöne Wölbung. Nun legt ihr die Blüten in den verschiedenen Grössen aufeinander, die grösste zuunterst. Zwischen die einzelnen Schichten gebt ihr mit einem Pinsel etwas essbaren Kleber oder  Wasser.

Falls ihr die Blüten nicht nur oben, sondern auch am Rand einer Torte platzieren wollt, empfehle ich, in die Mitte ein Loch zu machen (z.B. mit einem Zahnstocher). So könnt ihr die Blume problemlos fixieren, während der Kleber trocknet. Um den Blüten mehr Struktur zu verleihen, stecke ich kleine Fitzelchen Haushaltspapier unter die einzelnen Blätter. Dann liegen die Schichten nicht direkt aufeinander. Und so lasst ihr die Blüten trocknen, sicher über Nacht, am besten für mehrere Tage.

Dann bleibt nur noch der Feinschliff. Als Blütenstempel habe ich in meinem Fall silberne Zuckerkugeln von Doktor Oetker (gekauft im Coop) verwendet. Diese habe ich mit Zuckerkleber in die Blüten geklebt. Wegen der Wölbung geht das absolut problemlos. Und dann habe ich mit einem Pinsel noch etwas essbaren Schneeglitzer von Betty Bossi darüber gestreut. Damit er besser haftet, habe ich die Blütenblätter zuvor mit etwas Wasser bestrichen.

Und das war’s auch schon. Für die Herstellung von fünf Blüten habe ich verteilt auf mehrere Tage etwa anderthalb Stunden benötigt. Ein Aufwand, der sich echt gelohnt hat! Ich war mit dem Resultat sehr zufrieden und hoffe, euch geht es auch so.

Viel Spass beim Nachmachen!

 

 

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