Nackte Tatsachen: Naked Cake mit frischen Beeren

 

Da bleibt nichts verborgen. FKK für Backwerk sozusagen. Naked Cake – das heisst so viel wie Kuchen ohne Überzug. Keine Buttercrème, kein Fondant versteckt die Herrlichkeit, die eine Torte zu bieten hat. In diesem Fall sind das Schokoladebiscuit, Vanillebuttercrème, frische Beeren und Schoggiganache – was für eine Kombi! Und so geht’s.

Für das Schoggibiscuit (konkret für zwei runde Backformen à 24cm Durchmesser) braucht ihr:

  • 6 Eier
  • 300g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • Vanillearoma
  • 300ml Öl
  • 150ml Beerensmoothie
  • 150ml Mineralwasser
  • 300g Mehl
  • 150g Backkakao
  • 150g Stärke
  • 1,5 Päckchen (24g) Backpulver

Als erstes bereitet ihr die Backformen vor. Ich arbeite mit Backrahmen, die lassen sich im Gegensatz zu Springformen flexibel einstellen, was die Grösse angeht. Dafür ist es etwas aufwändiger, sie richtig mit Backpapier auszuschlagen, weil sie keinen Boden haben. Einerseits schneide ich dafür jeweils einen Kreis aus Backpapier, mit dem Durchmesser der Form. Andererseits Streifen, bei welchen ich an der einen Seite «Fransen» schneide. Anschliessend fette ich die Form ein, klebe die Streifen an die Seiten, so dass die Fransen den Rand des Bodens bedecken, dann lege ich den Kreis darauf. Et voilà! Bei Springformen lege ich ein Backpapier über den Boden und setze dann den Rand der Form darauf, schneide den Überschuss weg und das war’s.

Setzt beide Formen auf ein Blech, wenn eurer Ofen gross genug ist. Ist das der Fall, heizt den Ofen vor auf 175 Grad Ober- und Unterhitze. Solltet ihr zwei Bleche benötigen: 150 Grad Umluft.

Dann beginnt ihr mit dem Teig: Gebt die Eier mit dem Zucker, dem Salz und dem Vanillearoma in eine Schüssel und schlagt sie sehr schaumig. Das dauert etwa fünf Minuten. Der Teig sollte dann hellgelb sein und deutlich an Masse zugelegt haben. Die restlichen Zutaten rührt ihr dann nur noch kurz unter. Zuerst die Flüssigkeiten (Öl, Beerensmoothie und Mineralwasser), dann Mehl, Kakao, Stärke und Backpulver. Mischt diese voher kurz durch und siebt sie zum Teig. So gibt es keine Klümpchen. Verteilt den Teig gleichmässig auf die beiden Formen und backt das Ganze für etwa 25 Minuten. Verwendet die Stäbchenprobe: Wenn die Zeit abgelaufen ist, stecht mit einem Holzstäbchen in die Mitte des Kuchen. Bleibt nichts mehr daran kleben, ist das Gebäck fertig.

Ich habe die Kuchen nach dem Abkühlen über Nacht in Klarsichtfolie eingeschlagen im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Tag lassen sie sich einfacher schneiden und weiterverarbeiten. Ihr könnt auch am gleichen Tag weitermachen, lasst aber die Kuchen gut auskühlen. Erst dann schneidet ihr beide Kuchen in der Hälfte durch. Beim einen Kuchen schneidet ihr zusätzlich den oberen Teil ab, damit ihr eine plane Fläche erhaltet. Beim anderen könnt ihr «den Hügel» an der Oberfläche stehen lassen, das gibt dann die oberste Kuchenschicht.

Vorbereiten oder frisch zubereiten könnt ihr die Vanillebuttercrème. Ihr braucht dafür:

  • 200g zimmerwarme Butter
  • 200g Frischkäse (z.B. Philadelphia
  • 500g gesiebter Puderzucker
  • 1 Teelöffel gemahlene Vanille (Vanillearoma geht auch, aber ich finde schön, dass man die charakteristischen «Vanillepünktchen» in der Crème sieht)

Rührt die Butter weich und gebt dann den Frischkäse dazu. Wenn sich die Masse schön verbunden habt, kommt der Puderzucker hinzu. Am Schluss könnt ihr die Crème mit der Vanille aromatisieren. Stellt sie dann kurz in den Kühlschrank, während ihr eure Beeren vorbereitet.

Ich habe für diesen Kuchen frische Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren gebraucht. Die Kombi hat echt gut funktioniert, aber natürlich könnte man sich auch anderes vorstellen. Vor der Verwendung habe ich alle Früchte gut gewaschen, für Heidelbeeren und Himbeeren reichte das dann auch. Die grösseren Erdbeeren habe ich in kleine Stücke geschnitten, die kleineren für die Deko auf dem Kuchen beiseite gestellt. Insgesamt waren das etwa 350g Heidelbeeren, 300g Himbeeren und 300g Erdbeeren.

Dann geht’s ans Schichten: Schokoladebiscuit, Buttercrème, Früchte. Den Kuchen habe ich jeweils mit dem gleichen Beerensmoothie getränkt, welchen ich für den Teig verwendet habe (abgesehen von der obersten Schicht). Dann habe ich die Buttercrème mit dem Spritzsack aufgespritzt. Ihr könnt sie aber auch mit einem Messer darauf verteilen. Wenn alles zusammengesetzt ist, kommt der Kuchen in den Kühlschrank, für mindestens 30 Minuten.

Dann fehlt nur noch die Dekoration. Für die Schoggiganache braucht ihr:

  • 100ml Vollrahm
  • 100g dunkle Schoggi

Hackt die Schokolade klein. Dann erwärmt ihr den Rahm. Gerade bevor er zu kochen beginnt, nehmt ihr ihn vom Herd und gebt die Schokolade dazu. Der warme Rahm schmilzt die Schokolade. Verrührt das Ganze, bis sich eine schöne, glatte Crème ergibt. Lasst sie etwas abkühlen. Gebt die Ganache auf den Kuchen. Sorgt auch dafür, dass etwas davon am Rand hinabläuft. Arrangiert die Früchte auf der Oberfläche, bevor die Schokolade auskühlt. Und that’s it.

Das Aufschneiden ist eine Herausforderung, vor allem auch wegen der Früchte auf dem Kuchen, das gebe ich gerne zu. Aber wegen der Kombination aus Schokolade, Vanille und Beeren lohnt es sich alleweil, sich dieser zu stellen.

Viel Spass beim Nachbacken und ä Guete!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Comments

  1. Bläuer Mettler Karin

    Der ultimative Geburtstagskuchen: Er kommt mit seiner fruchtigen Aufmachung nicht nur frisch daher und ist ein farbenfroher Augenschmaus, er ist ganz einfach ein regelrechter Gaumentanz!
    Das Naked Cake hat für jeden was zu bieten: Sowohl für die Fruchtliebhaber, als auch für die ganz Süssen unter uns. Er verbindet die Aromen der Beeren, der Vanillebuttercrème und der Schokolade in einer köstlichen Symphonie.
    Sehr empfehlenswert!!!

  2. Sime

    Eifach super isch das naked Cake gsie – oder wie mä uf Bärndütsch seit: Eifach der füdläblutt Wahnsinn 🙂 uf jede Fall immer e gueti Idee für jedä Ahlass!

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